Vertikale Achsen

Windräder mit vertikaler Achse wurden schon einige Tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung zur Wasserföderung benutzt. Die meisten Windkraftanlagen vertikaler Bauart sind Widerstandsläufer d.h. der Wind schiebt die Rotorblätter vor sich her. Heute wird zwischen Savonious, Darrieus und H-Rotor unterschieden.


Savonius-Rotor

Savonious_Skizze
1925 in Finnland erfunden.

Der Rotor besteht aus senkrecht stehenden, halbkreisförmigen Schaufeln, welche durch zwei Kreisscheiben miteinander verbunden sind. Die Schaufeln sind gegenseitig versetzt, so dass ein Teil des Windes von der im windstehenden Schaufel zur passiven Schaufel umgeleitet wird.

Heutzutage findet das Savonius Prinzip nicht nur beim "Zweischaufelprinzip" eine Anwendung sondern es wird auch bei "Mehrflüglern" ("Mehrschauflern) angewendet.

Darrieus

Skizze Darrieus

1931 zum Patent angemeldet. Der Rotor besteht aus zwei oder mehreren Flügeln, die an den Enden mti einer vertikal rotierenden Achse zusammenlaufen. Die Flügel weisen eine aerodynamische Form auf, was auch als "Auftriebsflügel" (z.B. bei Flugzeugen) bekannt ist. Ein Darrieus Rotor mit zwei Flügeln ist nicht in der Lage selbst anzulaufen, sondern benötigt immer eine Starthilfe. Meistens wird hierfür ein Savanius-Rotor verwendet.

H-Rotor

H-Rotor
Der H-Rotor, auch Heidelberg Rotor genannt, ist eine Weiterentwicklung des Darrieus-Rotors. Der Unterschied ist die Anordnung der Rotorblätter. Beim H-Rotor sind die Blätter in senkrechter Längsachse angebracht und durch Tragarme von der Achse freistehend. Die dadurch erreichte grössere "Erntefläche" des H-Rotors gegenüber dem Darrieus ergibt eine grössere Effizenz.